Diabetisches Fußsyndrom

nach Wundversorgung

Diabetisches Fußsyndrom (DFS)

Das Gewebe der unteren Extremitäten von DFS-Patienten leidet zum einen wegen der mangelhaften Durchblutung an einer Nähr- und Sauerstoffunterversorgung. Lebensnotwendige Zellprozesse finden verlangsamt oder gar nicht mehr statt. Zum anderen kann die Neuropathie zur fehlenden Selbstregulierung des Gewebes, zu Missempfindungen oder gar fehlendem Schmerzempfinden führen.

Schmerzempfindung stellt jedoch den größten Handlungsdruck für Betroffene bei eventuellen Gewebeschäden, zum Beispiel durch Verletzungen dar. Verletzungen der Haut bieten Eintrittspforten für Keime. Gesundes Gewebe verfügt über ausreichend Abwehrkraft zur Bekämpfung eintretender Keime und ist zusätzlich in der Lage, die Wunde zu heilen. Unterversorgtes Gewebe von DFS-Patienten ist ein idealer Nährboden für Keime.

Mangelhafte Durchblutung (Angiopathie), fehlende Selbstregulierung (Neuropathie) und die eingeschränkte Nährstoffversorgung der Zellen verhindern die Wundheilung. Eingetretene Keime vermehren sich mangels körpereigener Abwehr ungehemmt. Oft ist die Amputation der einzige Ausweg, den Organismus vor weitergehenden Schäden zu schützen.